Ein Professor aus der Börde lehrt in Sankt Petersburg

Professor Josef Kluba begeistert Studenten mit feinstem russisch

(J.H.) Oft im Ehrenamt in Sankt Petersburg unterwegs ist Professor Dr. Josef Kluba aus Langenweddingen. Vorlesungen an der altehrwürdigen Universität der ältesten russischen Universität werden den gestandenen Chefarzt a.D. und weithin bekannten HNO in den nächsten fünf Jahren des Öfteren in die Stadt an der Newa führen. Zwei bis drei Kurse werden es jährlich sein, so der Doktor, der nach dem selbst verordneten Ruhestand und Rückzug aus dem Klinikgeschäft im Magdeburger Klinikum damit längst einen, seiner Natur entsprechenden Ausgleich gefunden hat. Vom zweiten, in St. Petersburg abgehaltenen Masterkurs ist der Gastprofessor aus der Börde nun begeistert zurück. Ich darf weiter mikrochirurgisch operieren und die plastisch-rekonstruktive Chirurgie lehren, freut er sich und mit ihm sein ganzes Umfeld und vor allem seine fleißigen und wissbegierigen Petersburger Studenten, die aus allen Ecken des Riesenlandes kommen, um an der St. Petersburger Uni Spezialisten zu werden. Die staunen immer wieder, dass ihr Doktor selbst noch am OP-Tisch alles im feinsten russisch erklären kann und beim mikrochirurgischen operieren sehr oft noch zielsicherer arbeitet, als seine Studenten, attestiert die Leiterin der Abteilung für Plastische und rekonstruktive Chirurgie, Dr. Maria Volokh bereits nach Abschluss des ersten Kurses ihrem Gastprofessor. Nun freuen sich alle auf den dritten Kurs, zu dem Prof. Dr. Kluba im Januar 2014 an der Universität erwartet wird. Doch vorher gibt es noch ein schönes Weihnachtsfest und einen besinnlichen Jahreswechsel in der großen Arztfamilie. Sind doch die Onkologin Frau Dr. Ute Kluba i.R. und auch die beiden Söhne Torsten und Karsten Mediziner mit Leib und Seele. Dass Prof. Dr. Josef Kluba sich auch künftig ehrenamtlich in den Dienst der Medizin und Wissenschaft stellen will und seine Kenntnisse und Erfahrungen aus dem jahrzehntelangen Berufsleben weiter gibt zeigt, wie sehr verbunden er sich mit dem ärztlichen Ethos und seinem Beruf auch noch in einem Lebensabschnitt fühlt, in welchem andere längst ihr Rentnerdasein genießen. Für den Chirurgen aus der Börde, dreifachen Schützenkönig aus dem Langenweddinger Schützenverein und glühenden Verehrer der langen Geschichte seines Heimatortes hat gerade in diesem ereignisreichen Jahr 2013 ein spannender und interessanter Lebensabschnitt so richtig begonnen. Dass er diesen ausgiebig genießt, davon darf der geneigte Leser sicher ausgehen. Und dass die Börde auch in dünn besiedelten russischen Gegenden bekannter wird, dafür sorgt auch der "Botschafter" Professor Dr. Josef Kluba mit seinem Wirken an der St. Petersburger Meschnikow-Universität, an welcher auch Medwedjew und Putin einst studierten.

Foto (J.H.): Stolz ist Dr. Kluba auf das Zertifikat der St. Petersburger Universität.